© Eskeniangeli 2017

 

Shant Eskenian (Violine)

ist einer der ersten armenischen Violinisten, der sich auf Alte Musik spezialisiert hat. Nach seinem Studium am Komitas Konservatorium in Yerevan (Armenien), das er mit Auszeichnung abschließt, geht er nach Basel an die Schola Cantorum Basiliensis, wo er sein Studium der Barockgeige bei Chiara Banchini erfolgreich absolviert. Anschließend spezialisiert er sich weiter auf die Historische Aufführungspraxis unter der Leitung von Enrico Gatti und schließt seinen Master für Musikpädagogik an der Hochschule Luzern mit der Höchstnote ab.

 

Shant Eskenian ist ein vielseitiger Musiker und tritt als Konzertmeister mit dem Orchester I Tempi Basel, musica coeli Graz und mit der Jungen Philharmonie Zentralschweiz auf. Er ist Mitglied von verschiedenen Formationen wie dem Orchester Capella Augustina, La Chapelle Ancienne, Le Cercle de l’Harmonie, I Pizzicanti, Zürich Barockorchester und er arbeitet mit KünstlerInnen wie Andreas Spering, Andrea Marcon, Jérémie Rhorer, Christophe Coin, Miriam Feuersinger, Chouchane Siranossian und Mikayel Balyan.

Shant Eskenian war Stipendiat der „Eppur si muove“ Stiftung und der Stiftung AtDta und er war Finalist im Internationalen Wettbewerb Principe Francesco Maria Ruspoli für Barockgeige. 2011 wurde er für ein Live-Konzert im Radio Vatikan ausgewählt. Er spielt in berühmten Festivals wie dem Luzern Festival, Festival d'Aix-en-Provence, Festival Beaune und dem Festival La Folia.

Shant Eskenians kulturelle Vielfalt äußert sich in der tiefen Verbundenheit der Musik Armeniens gegenüber. Er transkribiert alte armenische Musik vom 5. bis zum 17. Jahrhundert für Barockgeige und setzt sich für eine würdige Vermittlung derselben ein.

Zusammen mit Angelika Zwerger hat Shant Eskenian das Ensemble Eskeniangeli gegründet, dessen künstlerischer Leiter er ist.

 

Angelika Zwerger (Violoncello)

wurde in Auer (Südtirol) geboren, wo sie als Kind mit der musikalischen Früherziehung beginnt, Klavier- und Blockflötenunterricht bekommt und langjährige Chorsängerin ist. Sie bekommt ihre musikalische Ausbildung im Fach Violoncello bei Giorgia Postinghel und am Konservatorium C. Monteverdi in Bozen bei Giuseppe Momo. Weiter studiert sie am J.-J.-Fux-Konservatorium Graz bei MMag. Ruth Winkler und Claire Pottinger-Schmidt. Gleichzeitiges Master-Studium für Konferenzdolmetschen und Übersetzen an der Karl-Franzens-Universität Graz, das sie 2011 erfolgreich abschließt. Sie beginnt ihr Studium für Barockcello an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Ronan Kernoa und führt dieses in der Klasse von Gaetano Nasillo am Konservatorium G. Cantelli in Novara fort. Erfolgreicher Abschluss im Herbst 2018 mit einem Programm von Giovanni Battista Platti.

 

Zahlreiche Auftritte mit den von ihr mitbegründeten Ensembles Le Voyage Baroque und dem Ensemble Eskeniangeli beim Festival Echi lontani in Sardinien, in der Propstei St. Gerold, im Berner Münster, im Kloster Wettingen und dem Dom Arlesheim. Als Teil verschiedener Orchester, wie dem Orchester musica coeli Graz, dem Instrumentalensemble CapellAntiqua Bern, dem orchestra nazionale barocca, tritt sie u. a. im Stift Ossiach, dem Konzerthaus Klagenfurt und in der Stadtkirche Thun auf.

Die Auswahl zur Teilnahme am Jugendförderungsprojekt „Progetto Bononcini“ bringt sie zum Kongress „Arcomelo“, der im Rahmen des 300. Jahrestages von A. Corelli stattfindet. 2015 wird sie an die Kunstuniversität Graz eingeladen, um an der Aufführung der Semi-Oper „King Arthur“ von Henry Purcell mitzuwirken. 2018 wirkt sie unter der Leitung von Evangelina Mascardi, Olivia Centurioni und Gaetano Nasillo an der Aufführung der wiederentdeckten Barockoper „Apollo in cielo“ von Antonio Caldara mit.

Inspiration und zusätzliche Impulse erhält sie bei Meisterkursen wie dem Kurs Urbino musica antica, Akademie für Alte Musik Bruneck und Corelli & Bononcini und von KünstlerInnen wie Evangelina Mascardi, Enrico Gatti, Susanne Scholz, Stefano Veggetti, Emma Kirkby, Gerhart Darmstadt, Michele Barchi und vielen anderen.

Derzeit lebt sie in Basel. 

Zusammen mit Shant Eskenian leitet sie das Ensemble Eskeniangeli.

 

Tamar Eskenian (Traverso und Shvi)

Mit einem tiefen Interesse für westliche und östliche klassische Musik und Holzblasinstrumente hat Tamar Eskenian ein anspruchsvolles Repertoire aufgebaut, welches von Frühbarock bis zur zeitgenössischen Musik reicht, für moderne Querflöte und Barock-Traversflöte. Zudem spielt sie seit ihrer Kindheit die jahrtausendealte liturgische und traditionelle armenische Musik auf der traditionellen armenischen Flöte „Shvi“.

Während ihres Studiums erhielt sie mehrere Preise bei Wettbewerben und Stipendien, so den Barenboim-Said Preis, das Daniel Barenboim Stipendium, den Kiefer Hablitzel und Schweizer Tonkünstlerverein Preis.

Meisterkurse führten sie mit Musikerpersönlichkeiten wie Aurele Nicolet, Emmanuel Pahud, Walter Auer, Vicens Prats Paris, Mathieu Dufour, Barthold Kuijken und Karl Kaiser zusammen.

Mehrfach wurde sie seit dem Jahr 2003 von Daniel Barenboim  eingeladen, in dem berühmten von ihm geleiteten West-Eastern Divan Orchestra zu spielen. So führten sie Konzertreisen in die großen Konzerthäuser Europas  und Südamerikas  zusammen mit Musikern der Berliner Philharmonie, des Bayrischen Rundfunk Orchesters, des Chicago Symphony Orchesters und der Staatskapelle Berlin.

Als junge Solistin und Kammermusikerin hat Tamar Eskenian im Schleswig-Holsteiner Festival, dem Edinburgh Festival , dem La Folia  Alte Musik Festival in Rougement (Schweiz) und bei den BBC Proms  gespielt.

Tamar Eskenian  hat im Argovia Philharmonic Orchester und im Capriccio Barockorchester Basel musiziert. Ebenfalls spielte sie bei der  “Akademie für alte Musik Bruneck” unter der Leitung von  Alfredo Bernardini. Außerdem spielte sie in einem von der Salzburger Bachgesellschaft organisierten Projektorchester unter der Leitung von  Reinhard Goebel, mit dem Schola Cantorum Basiliensis Orchester unter der Leitung von Sigiswald Kuijken und mit dem Armenian World Orchestra  als Solistin in  Paris im Théâtre du Châtelet unter der

Leitung von  Alain Altinoglu.

Als Kammermusikerin ist sie Mitbegründerin von mehreren Ensembles, unter anderem dem Trio Eskenian mit ihren beiden Brüdern, dem Trio Arpine, dem Duo Avedis und sie ist festes Mitglied des Ensembles Eskeniangeli, I Pizzicanti und des Kammerorchesters I Tempi Basel. Mit diesen Ensembles arbeitete sie mit renommierten MusikerInnen wie Gerard Wyss, Chiara Banchini, Sol Gabetta, Sergio Azzolini, Christoph Coin und anderen.

Tamar Eskenian studierte Querflöte an der  Hochschule fur Musik in Basel bei  Kiyoshi Kasai, an der Universität Mozarteum bei Prof. Irena Grafenauer und an der Schola Cantorum Basiliensis, im Hauptfach Historische Traversflöte, bei  Marc Hantaï.

 

John Martling (Laute)

begann sein Studium für Interpretation und Aufführungspraxis der Musik aus der Barockzeit am Royal College of Music in Stockholm, Schweden, unter der Leitung von Sven Åberg and Dan Laurin. In dieser Zeit beschäftigte er sich besonders mit der Praxis des Basso Continuo-Spiels auf der Laute.

 

Nach dieser Zeit setzt John Martling seine Studien am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand fort, wo er Student von Francesca Torelli war und sich vertiefend mit der italienischen Solomusik für Laute aus Spätrenaissance und Frühbarock auseinandersetzt. Als geschätzter Continuo-Spieler hat er mit vielen aufstrebenden jungen Musikern Schwedens zusammengearbeitet und so viel Erfahrung im kammermusikalischen Bereich gesammelt.

 

Seit 2013 lebt John Martling in Basel und studiert bei Peter Croton an der Schola Cantorum Basiliensis. Hier tritt er mit den unterschiedlichsten Ensembles auf, wie dem Ensemble Eskeniangeli, I Pizzicanti, Novantik, l'Armonia Gioiosa, Ensemble Byzance und Viatoribus. Mit dem Ensemble Viatoribus hat er 2017 den ersten Preis beim internationalen H.I.F. Biber Wettbewerb im Augustiner Chorherrenstift St. Florian (Österreich) gewonnen.

 

Derzeit ist John Martling im Master-Studiengang an der Schola Cantorum Basiliensis und spezialisiert sich auf die Verwendung und das Repertoire der Theorbe, der Erzlaute und der Barock- und Renaissance-Laute.

 

Mikayel Balyan (Cembalo und Orgel)

Mikayel Balyan wurde 1981 in Jerewan (Armenien) geboren. Nach dem Besuch der Musikgymnasien in seiner Heimatstadt sowie in Moskau studierte er Klavier bei Rudolf Buchbinder an der Musik-Akademie Basel, wo er 2004 sein Konzertdiplom mit Auszeichnung erwarb. Von 2005 bis 2009 studierte er historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Künste Bremen bei Carsten Lohff sowie Clavichord und Musiktheorie bei Menno van Delft und Volkhardt Preuß an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Von 2008 bis 2012 unterrichtete er selbst an diesen Hochschulen Generalbass und historische Tasteninstrumente. Von 2012 bis 2013 studierte er historische Improvisation bei Rudolf Lutz an der Schola Cantorum Basiliensis.

 

Als Solist und zusammen mit seinem Kammermusikpartner, dem Cellisten Davit Melkonyan, gastiert Mikayel Balyan bei den Festivals Musikfest Bremen, Tage Alter Musik in Herne, Festival Radovljica u. a.

 

CD-Aufnahmen bei Sony Music/deutsche harmonia mundi mit sämtlichen Sonaten für Pianoforte und Violoncello von Bernhard Romberg und Johannes Brahms erschienen zuletzt als Folge der Verleihung des Förderpreises des Musikfests Bremen in 2012.

Seit September 2014 hat Mikayel Balyan eine Professur für Hammerklavier an der Konservatorium Wien Privatuniversität inne und lebt in Österreich mit seiner Familie.